Die große Migration in der Masai Mara

Die große Migration

In Kenias Nachbarland Tansania liegt die Serengeti, einer der größten Nationalparks der Welt. Ihre gigantische Größe leitet sich bereits aus dem Masai Wort Siringitu ab. Es bedeutet so viel wie das ‚endlose Land‘. Der nördliche Ausläufer der Serengeti liegt in Kenia und dieser Zipfel heißt Masai Mara.

Die Tiere der Serengeti folgen den Niederschlägen und vollziehen deshalb eine jährliche Wanderung über 2.900 km. Diese Migration ist ein einzigartiges Naturschauspiel. Ganz besonders bekannt sind die Szenen, die die riesigen Herden zeigen, wie sie den Mara Fluß durchqueren.

Das Mara Bush Camp hat freundlicherweise diese Bilder zur Verfügung gestellt, die die ersten diesjährig ankommenden Tiere in der Masai Mara zeigen. Auch wenn im Bild bereits sehr viele Tiere zu sehen sind, so ist dies nur die erste Vorhut. Insgesamt kommen hier jährlich 1,5 Millionen Gnus, 200.000 Zebras und 350.000 Gazellen durch.

Das Mara Bush Camp

Das Mara Bush Camp ist nach ökologischen Gesichtspunkten geführtes, mobiles Camp im Herzen der Masai Mara, das in Mitten der Natur dennoch einen gewissen Luxus bietet. Umgeben von den Lauten des Afrikanischen Busches und der fantastischen Tierwelt der Masai Mara kann man von hier zur richtigen Zeit besonders gut die mit der Migration verbundene Flussquerung der riesigen Herden beobachten.

Video zum Mara Bush Camp: https://youtu.be/z5uBj0Xn1Dw

Mara Bush Camp auf Facebook: https://www.facebook.com/Mara-Bush-Ca…

Die große Migration Serengeti und Masai Mara: Gnus, Zebras, Gazellen
Die große Migration Serengeti und Masai Mara: Gnus, Zebras, Gazellen

Kenia Info: Ugali

Ugali

Ugali

Ugali war ursprünglich ein Ostafrikanisches Gericht aus Hirse, einer anspruchslosen, kleinkörnigen Getreideart. Mit dem von den Briten dann ins Land gebrachten Mais kann man auf den Feldern einen deutlich höheren Ertrag erwirtschaften. Das verdrängte die Hirse weitestgehend und die traditionellen Gerichte werden seither aus Mais hergestellt.

Maisanbau

Mais kann man im regenreichen Westen Kenias zweimal jährlich anbauen und dabei sehr gute Ernten erzielen. Es werden die getrockneten Maiskörner der vorherigen Ernte gepflanzt. Danach wird drei mal mit zeitlichem Abstand Unkraut gejätet, damit andere Pflanzen dem Mais nicht Licht und Nährstoffe rauben. Nach gut 3 Monaten erreicht der Maiskolben seine endgültige Größe. Man kann ihn dann bereits ernten und sofort zubereiten. Um den Mais haltbar zu machen, wird er jedoch noch eine Weile an der Pflanze belassen, um zu trocknen.

Mais-Verarbeitung

Nach der Ernte werden die Maiskörner in mühevoller Handarbeit vom Kolben getrennt und erneut getrocknet. Schließlich bringen die Farmer ihre Ernte zu einer Mühle, wie sie jedes kleine Dorf mindestens einmal hat. Der Müller bekommt einen kleinen Anteil am Endprodukt dafür, dass er seine Maschinen zur Verfügung stellt. Das Maismehl deckt dann den Eigenbedarf des Farmers. Überschüsse werden in Körnerform, also nicht als Mehl, für 3.000 KES pro 90kg Sack an Großhändler verkauft.

Nach dem Mahlen haben wir dann das Maismehl, das Ausgangsprodukt für Ugali.

Ugali Rezept:

  • Maismehl
  • Wasser

Wasser zum Kochen bringen und das Maismehl einrühren.

Man beachte, dass hier nichts abgewogen wird. So lange Maismehl hinzu geben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Gekocht wird hier übrigens auf einem Jiko, einem kenianischen Holzkohleofen, der entwickelt wurde, um die Plünderung der Wälder zur Feuerholzgewinnung zu reduzieren.

Die Kochzeit von rund 10 Minuten wurde durch schnellen Filmvorlauf im Video deutlich reduziert. Wer sich dabei einmal selbst versucht, wird feststellen, dass das ständige Umrühren wirklich harte Arbeit ist. Ungeübten Köchen drohen Muskelkater und Sehnenscheidenentzündung. Also Vorsicht bei der Nachahmung.

Die typische Kugelform des Ugali wird im Topf mit dem Rührlöffel herbeigeführt.

Na dann, Guten Appetit!

Ugali Nachkochen

Wer das daheim nach kochen möchte, bekommt das Maismehl im Supermarkt. Dann ist es zumeist mit Vitaminen und Mineralien angereichert. Das im Nakumatt erhältliche Paket hat eine Kochanleitung auf der Rückseite.

Kleiner Tipp dazu von mir: Für den europäischen Gaumen schmeckt es besser, wenn man etwas Salz in das kochende Wasser gibt.

Auf einem modernen Induktionskochfeld kocht das Wasser zwar deutlich schneller, die eigentliche Kochzeit ist dann aber unverändert.

Viel Spaß beim Nachkochen!

 

The Ark im Aberdare Nationalpark, Kenia

The Ark im Aberdere Nationalpark, Kenia
The Ark im Aberdere Nationalpark, Kenia

The Ark Hotel im Aberdare National Park

Wenn es darum geht, die vielen sehr verschiedenen Gesichter Kenias zu zeigen, gehört der Aberdare Nationalpark dazu. Er liegt im Hochland Zentral-Kenias auf über 2.000 m Höhe, 3 Stunden Autofahrt nördlich von Nairobi, fast genau auf dem Äquator.

Mitten im Park gelegen ist das Ark Hotel, eine sehr schöne Berglodge. Man fährt zuerst in den Aberdare Country Club für ein Mittagessen, lässt hier das meiste Gepäck zurück und nimmt dann nur das Nötigste mit in den Hotelbus. Eigentlich sind es von hier nur 30 Minuten Fahrzeit bis zum Ark Hotel im Nationalpark, aber die atemberaubende Gegend und die Sichtung vieler Tiere lässt den Fahrer die Fahrt immer wieder unterbrechen. Die Landschaft ist die eigentliche Attraktion dieses Parks.

Das wie eine Arche geformte Hotel liegt an einem kleinen See nebst salzhaltiger Schlammsuhle. Die Tiere kommen hierher wegen des Wassers und der Mineralien. Das 4-Sterne Haus macht sofort einen guten Eindruck. Viel wichtiger ist jedoch, dass man vom Zimmer, vom Restaurant und von der Terrasse jede Menge Tiere zu sehen bekommt. Gemütlich bei einem Tusker und Chips auf der Außenterrasse sitzend, sieht man beispielsweise den Elefanten beim Baden zu. Und wer lieber drinnen sitzt, kann dies mit der selben großartigen Aussicht von zwei verglasten Etagen aus. Immer wieder tut sich etwas vor dem Haus. Freundliche Guides erklären alles ganz genau, beispielsweise bei der abendlichen Vogelfütterung. Zu sehen gibt es vor allem Elefanten und Büffel, gelegentlich aber auch Leoparden, Hyänen, Warzenschweine und Wasserböcke.

Wenn der Tag zur Neige geht, erhellen starke Scheinwerfer die Nacht. Man sollte für diese Abendstunden warme Kleidung haben, denn auf dieser Höhe wird es nach Sonnenuntergang rasch sehr frisch – auch im Haus. Natürlich darf man wegen de wilden Tiere da draußen nachts das Haus nicht verlassen.

Um auch nachts keine Tiersichtung zu verpassen, gibt es einen Summer auf dem Zimmer.

Webcam im Ark auch von daheim nutzbar

Einen Eindruck des Ausblicks vermittelt auch die Webcam. Den Link zur Webcam finden Sie unten in der Beschreibung. Hier einmal einige Eindrücke der Webcam bei Nacht und bei Tag.

Wie gefährlich ist eine Safari?

Wie gefährlich ist eine Safari?
Wie gefährlich ist eine Safari?

Wie gefährlich ist eine Safari?

Wenn man das Internet durchforstet, findet man diverse Hinweise auf sehr gefährliche Begegnungen zwischen Mensch und Tier, z. B. bei einer Safari. Einige Videos zu diesem Thema gingen regelrecht viral durch das Netzwerk.

Sehr bekannt ist die Fahrt eines Ehepaares auf einer Straße in Assam, Indien. Ein Nashorn ist auf einer Landstraße und zu Recht haben die Autofahrer größten Respekt davor. Immer wieder setzt das Nashorn an, um sich mit den Autos zu messen. Die Autofahrer tun gut daran, rechtzeitig zu wenden. Einer schafft es sogar ganz verwegen, an dem Nashorn vorbei zu ziehen. Schließlich dreht das Nashorn ab. Es ist nichts passiert. Aber das hätte definitiv anders ausgehen können, wie diese Bilder aus dem Etosha Nationalpark in Namibia zeigen. So ein Nashorn-Angriff ist gar nicht gut für den Lack.

Ein weiteres sehr bekanntes Video zeigt einen Elefanten, der den Verkehr auf einer Straße in Indien zum Erliegen bringt. Dem Fahrer hat jemand eingetrichtert, die Angriffslust des Elefanten nicht noch zu steigern, indem er panikartig flieht. Er meinte, der Elefant würde dann nachsetzen. Das könnte sogar stimmen. Der Elefant ist da in einer ganz merkwürdigen Stimmung, nicht einmal wirklich aggressiv. Nur tröstet das den Fahrer so gar nicht. Das Ausharren in der Nähe des Elefanten ist diesem Auto gar nicht gut bekommen. Gut, dass ich seine Werkstattrechnung nie gesehen habe.

Die nächsten Aufnahmen stammen aus dem Gir-Nationalpark, dem einzigen Ort, an dem es in Indien noch Löwen gibt. Und der hält das Auto wohl für einen Büffel, den er jagen will.

Zu wenig Lebensraum stresst die Tiere

Es ist allerdings kein Zufall, dass die allermeisten Beispiele solcher Videos aus Indien stammen. Der Pharmakologe Dr. Juan Carlos Leza hat gemeinsam mit Zoologen in Studien nachgewiesen, dass Stress die Tiere aggressiver macht und zu Verhaltensweisen führt, die sie sonst nie zeigen würden. Zu viele Menschen in ihrem Lebensbereich ohne ausreichenden Rückzugsraum verursacht solchen Stress. Die dabei ausgeschütteten Botenstoffe entsprechen solchen wie bei Rivalenkämpfen. Der Stresslevel ist mithin der selbe. Wenn wie in Indien in einem Nationalpark mehr als 400.000 Menschen leben, so steigt dadurch das Risiko für Konflikte zwischen Mensch und Tier nicht nur, weil diese sich so auch häufiger begegnen. Die Tiere sind durch die Eingriffe in ihren Lebensraum bereits in ihrer Grundstimmung gereizt und reagieren deshalb nicht mit dem sonst üblichen Ausweichen. In Kenia gibt es glücklicherweise noch zahlreiche Nationalparks mit einem nicht zu dichten Straßennetz. Dadurch haben die Tiere Rückzugsräume und kommen gar nicht erst in solche Stresssituationen. Entweder ignorieren sie den Menschen oder weichen ihm gänzlich aus. Das funktioniert auf Dauer aber nur, wenn alle auf den vorgesehenen Straßen bleiben und den Tieren nicht in ihre Rückzugsgebiete folgen.

Glasbodenboote

Glasbodenboote am Diani Beach
Glasbodenboote am Diani Beach

Glasbodenboote am Diani Beach

So schön der Strand auch ist, der Blick hinaus auf das Meer weckt Neugier und Sehnsüchte. Da draußen, wo sich die Wellen überschlagen, ist das Riff. Und natürlich möchte man die lebendige Unterwasserwelt erleben. Die beste Gelegenheit dazu ist eine Fahrt mit einem der Glasbodenboote. Natürlich geht das nur zu Zeiten mit Niedrigwasser. Zur Orientierung: Ich habe für drei Personen 2.000 KES bezahlt. Gefordert hatte der ‚Kapitän‘ das Dreifache. Verhandeln ist hier also angebracht.

Schon die Fahrt zum Riff offenbart einen völlig anderen Blick auf den Strand und die Küste. Natürlich gibt es auch abenteuerlichere Arten, zum Riff hinaus zu fahren.

Am Riff angekommen springt der Kapitän erst einmal ins Wasser und fegt die Luftblasen unter dem Glasboden weg, um den Passagieren einen klaren Blick zu ermöglichen. Einmal im Wasser kommt er mit einigen Tieren zurück, die er im Boot präsentiert. Er kann gar nicht verstehen, dass ich überhaupt nicht davon begeistert bin. Die Tiere gehören ins Wasser, nicht aufs Boot. Nun komme ich nicht nach Kenia, um dort den Naturschutzlehrer zu spielen. Meine Bitte an alle Touristen ist schlicht: Bitte ermuntern Sie den Kapitän zumindest nicht auch noch, die Tiere raus zu holen.

Durch etwas Brot angelockt, kommen die Fische dann auch bald in Scharen. Es gibt durchaus einiges zu sehen hier am Riff. Ich weiß, das diejenigen, die die Farbenpracht des Roten Meeres kennen, hier weniger beeindruckt sind. Wer allerdings ein solches Riff noch nicht erlebt hat, sollte sich eine solche Fahrt definitiv nicht entgehen lassen.

Natürlich kann man sich das Riff vom Boot aus auch selbst erschnorcheln. Wer selbst keinen Schnorchel und keine Flossen dabei hat, bekommt diese gerne auch leihweise vom Kapitän ausgeliehen. Und selbst tauchend, ist das Erlebnis ungleich eindrucksvoller.

Wer einen Urlaub an Kenias Stränden macht, sollte sich die Fahrt mit einem Glasbodenboot nicht entgehen lassen. Viel Spaß!

Smartphone-Nutzung in Kenia

Smartphone-Nutzung in Kenia
Smartphone-Nutzung in Kenia

Smartphone-Nutzung in Kenia

Wer in Kenia mit dem Smartphone im Internet surfen will und dazu seinen heimischen Vertrag nutzt, für den kann der Urlaub durch das so genannte Roaming ganz empfindliche Zusatzkosten bescheren. Mal eben die neuesten Fotos von der Safari in Facebook posten kann schnell mal 150 Mbyte Volumen beanspruchen. Für Telekom-Vertragskunden im Tarif All Inclusive oder Prepaid-Kunden bedeutet das mal eben mehr als 20€ extra – pro Tag. Bei den Telekom-Konkurrenten sieht das nicht viel anders aus.

SIM des lokalen Netzbetreibers

Aber das muss nicht sein. Bereits am Flughafen findet man die Shops der Mobilfunkanbieter. In Kenia sind vor allem Airtel, Telkom und Safaricom aktiv. Nur diese drei haben eine wirklich gute Netzabdeckung. Ich setze dabei seit Jahren auf Safaricom. Man kauft am Flughafen unter Vorlage des Reisepasses eine Prepaid SIM-Card, zahlt darauf einige Schilling Guthaben ein und bucht dann bei Bedarf den passenden Tarif.

Einrichten ganz einfach

Ich nutze zumeist die Daily Bundles mit 150 Mbyte Transfervolumen. Das ist für Google Maps, eine großartige Hilfe bei der Orientierung, für whatsapp, facebook und Emails eigentlich völlig ausreichend. Dazu wähle ich *544# und folge dann den Anweisungen im Menü, also 5 – 1 – 1 – 1. Anschließend bekomme ich eine Bestätigung per SMS aufs Handy.

Smartphone-Nutzung ohne Reue

Nun kann man auch sehr preiswert in Kenia telefonieren, beispielsweise bei uber einen Wagen buchen oder den Tisch für den Abend im Restaurant reservieren. Innerhalb Kenias ist das vor allem dann spottbillig, wenn der Angerufene ebenfalls Safaricom-Kunde ist. Natürlich nach Deutschland dann nicht ein normales Telefonat führen, sondern whatsapp nutzen. So vermeidet man böse Überraschungen beim Öffnen der Telefonrechnung nach dem Urlaub in Kenia.

 

Kenia Info: Nairobi National Museum

Nairobi National Museum
Nairobi National Museum

Nairobi National Museum

Das Nairobi National Museum liegt im nordwestlich des Central Business Districts, des Herzens der Stadt. An das Museum angeschlossen in ein Schlangenpark. Der kombinierte Eintritt in beide Attraktionen kostet für Touristen 1.500 KSH. Geöffnet täglich von 8:30 Uhr bis 17:30 Uhr.

Aus meiner Sicht hat das Museum 4 thematische Schwerpunkte:

  1. Die Entstehung des Menschen
  2. 50 Stämme und deren Kultur
  3. Erschließung Kenias, Kolonialzeit
  4. Entstehung des Nationalstaats Kenia

Die über 50 Stämme Kenias

Die erste Halle beginnt sodann mit mit der Vielzahl der Stämme in Kenia und deren Kultur. Dies wird exemplarisch dargestellt an den verschiedenen Gefäßen für den Transport und die Aufbewahrung von Wasser. Jeder Stamm fertig gänzlich unterschiedliche Gefäße.

Auch die Musikinstrumente sind sehr unterschiedlich. Erkennen Sie dieses? Es ist zu Beginn jedes meiner Videos zu hören.

Natürlich umfasst die Ausstellung auch Waffen, Kultgegenstände und Kosmetik der vielen, sehr unterschiedlichen Stämme. Dem Museum ist es ganz wichtig, immer wieder zu betonen, dass die Stämme u. a. aus der Nilregion kommend, in ein zuvor nahezu menschenleeres Land eingewandert seien.

Evolution

Sodann ist die Ausstellung dem Thema Evolution gewidmet. Nach einem Blick auf die Tierwelt Kenias, gezeigt werden u. a. 1.500 präparierte Vögel, geht es dann um die Entstehung des Menschen, die das Museum in Kenia verortet. Eines der ältesten je gefundenen Skelette ist hier ausgestellt

Kolonialzeit und Nationalstaat

Die Briten haben mit der Erschließung des Landes durch die Eisenbahn und ihre Grenzziehung, vor allem gegenüber den anderen Kolonialmächten, die bis heute bestehenden Flächenstaaten Kenia und Uganda erst möglich gemacht. Die Kenianer sehen ihren Nationalstaat natürlich erwachsen aus dem erfolgreichen Mau Mau Aufstand und einer 50-jährigen Erfolgsgeschichte.

Schlangenpark am National Museum

Dann geht es in den benachbarten Schlangenpark, in dem es auch Schildkröten, ein Aquarium und Krokodile gibt. Man lernt, dass viele afrikanische Schlangen sehr giftig sind, und andere ganz harmlos. Mit diesen ungefährlichen Exemplaren schmücken sich die Besucher dann gerne mal – auch wenn das Lächeln eher etwas gezwungen wirkt.

Fazit

Kurz: Das Nairobi National Museum bietet einen spannenden Tag, beispielsweise wenn es mal regnen sollte.

Kenia Info: Nairobi Railway Museum

Nairobi Railway Museum
Nairobi Railway Museum

Railway Museum in Nairobi

Als Anfang der 70er Jahre die alten Dampflokomotiven durch Dieselloks ersetzt wurden, hat man einen Teil des Bestands in ein Museum in Nairobi überführt. Das Railway Museum liegt nahe dem Bahnhof, aber etwas versteckt über eine verwinkelte Nebenstraße zu erreichen. Von der Schranke sollte man sich nicht abhalten lassen und auch das Tor danach kann man mit dem Auto oder als Fußgänger problemlos passieren, wenn man angibt, zum Museum zu wollen. Man geht eine lange Mauer entlang, die kunstvoll mit Graffiti dekoriert wurde.

Öffnungszeiten

Das Museum ist täglich von 8:45 Uhr bis 16:45 Uhr geöffnet, auch an den meisten Feiertagen. Der Eintritt beträgt 600 KES für Touristen.

Das Museumsgebäude

Das Museum besteht aus einer Außenanlage und einem Museumsgebäude.

Im Museumsgebäude sind viele Fotos und kleinere Ausstellungsstücke zu sehen, die die Zeit der Erschließung Kenias durch die Briten dokumentieren. Nicht nur die Erwähnung der Angriffe zweier Löwen auf die Eisenbahnbauer macht deutlich, welch großes Abenteuer damals der Bau dieser Eisenbahnlinie durch ein noch weitgehend unerschlossenes Land war. Damals war Nairobi nichts anderes als eine von den Briten erbaute Eisenbahnstation in der Mitte zwischen Mombasa und Kisumu, wo die Bahn am 19. Dezember 1901 erstmals ankam.

Das Freigelände

Im Freigelände fällt der Blick zuerst auf die Lok 327. Eine solche Lok muss damals den Zug gezogen haben, mit dem Karen Blixen nach Nairobi kam. Im Film Out of Africa von 1985 wurde allerdings dann geschichtsknitternd die tansanische Lok 301 gezeigt, die damals noch fahrbereit war.

Ein Blick in die Personenwaggons offenbart dann, dass die 1.000 km lange Reise mit Tempo 30 von Mombasa nach Kisumu auch in der ersten Klasse kein wirklicher Erholungsurlaub war. Und im Bild zu sehen ist die erste Klasse, nicht die Holzklasse.

Leider sieht man allen Ausstellungsstücken sehr deutlich an, dass sie dringend einen Restaurator benötigen.

Es sind dann auch die Lokomotiven der späteren Jahre zu sehen, die bis in die 70er hinein die 2.000 m Höhenunterschied und täglich bewältigten. Es gibt nicht viele Gelegenheiten, bei denen Liebhaber alter Dampflokomotiven eine so breite Vielfalt erleben können. Und wenn man vor den riesigen Maschinen steht, kann man sich gut vorstellen, wie es war, als sie noch fuhren.

Kenia Info: Kisuaheli

Kisuaheli
Kisuaheli

Kisuaheli

Hallo! Willkommen bei Kenia Info! Heute möchte ich Ihnen meine Sprache Kisuaheli vorstellen.

Das war Kisuaheli. Wenn man nach Ostafrika in Urlaub fliegt, sollte man die dortige Sprache zumindest einmal gehört haben. Und vielleicht bleiben ja ein paar Worte hängen.

Die typische Begrüßung in Kenia ist Hujambo, woraufhin der andere dann Sijambo antwortet. Für Wazungu, also uns Europäer, hat sich das dann zu einem schlichten Jambo vereinfacht. Hier eine ganz typische Konversation auf Swahili.

Jamobo! – Jambo!
Hallo! – Hallo!

Ninaitwa Kister. Wawe unaitwaje nani?
Mein Name ist Kister. Wie heißt Du?

Ninaitwa Peter.
Mein Name ist Peter.

Unaunginza Kiswahili?
Sprichst Du Kisuaheli?

Kidogo tu
Ein Wenig

Ninatokea Vihiga. Wewe unatokea wapi?
Ich komme aus Vihiga. Woher kommst Du?

Ninatokea ujerumani. Nipo hapa kwa matembezi.
Ich komme aus Deutschland. Ich bin Tourist.

Kuaheri! Nimefuhari kukutana ma wewe.
Tschüß. Ich freue mich, Dich kennen gelernt zu haben.

Kuaheri pia! Nimefurahi kukutana ma wewe.
Auch tschüß! Ich freue mich, Dich kennen gelernt zu haben.


Noch etwas Typisches bei Freunden oder im Restaurant:

Utapenda kunywa nini? Was möchtest Du trinken?

Nitakunywa soda ya coca cola. Ich trinke Coca Cola.

Usifungue tafadhali. Bitte ungeöffnet.

Nichts bringt das Lebensgefühl des typischen Kenia-Touristen besser zum Ausdruck als dieses Lied: Jambo Bwana von The Mushrooms

Worauf warten Sie noch? Wir sehen uns in Kenia!

Kenia Info: Nelson’s Court Hotel

Nelson's Court Hotel, Nairobi
Nelson’s Court Hotel, Nairobi

Nelson’s Court Hotel

Das Nelson’s Court Hotel liegt in den Parklands, einem Unterbezirk des Stadtteils Westlands, etwa 5 km entfernt vom Central Business District, dem Herzen Nairobis. Die Westlands gelten allgemein als relativ sicherer, überwiegend von Geschäftsleuten aller Nationalitäten bewohnter Stadtteil. Der Vorteil der Lage an der Parklands Ringroad ist die direkte Nähe zu Lokationen wie dem Oval, dem Sarit Center oder der Westgate Mall. Damit sind zahlreiche Restaurants mit westeuropäischem Angebot nur wenige Schritte entfernt. Neben Angeboten der lokalen Küche bieten beispielsweise Artcafe und Java House westeuropäische und amerikanische Standards.

Umgebung des Nelson’s Court Hotels

Momentan sieht es vor dem Hotel etwas wüst aus. Die Straße wird gerade ausgebaut. Außerdem wird nebenan ein weiteres Hotel gebaut und hinter dem Haus ein mehrgeschossiges Wohngebäude. Ruhe und Abgeschiedenheit wird man in einer solchen zentralen Stadtlage vergeblich suchen. Davon abgesehen bietet das Haus dem Touristen oder Geschäftsreisenden jede Menge Vorteile:

Sicherheit

Zuerst ist das Thema Sicherheit erwähnenswert. Rund um die Uhr werden Ein- und Ausfahrt von jeweils zwei Askaris bewacht. Das gesamte Hotelgelände ist ummauert und außen videoüberwacht. Man kann mit dem Wagen direkt auf die kostenlosen, bewachten Parkplätze des Hotels fahren, muss also nicht außerhalb aussteigen. Dies alles sind Sicherheitsmaßnahmen, die in der Millionen-Metropole Nairobi leider wichtig sind.

Ausstattung und Service

Die rund um die Uhr besetzte Rezeption erfüllt gerne jeden Wunsch. Die Ausstattung der Zimmer ist ganz außergewöhnlich. So hat jedes Zimmer eine vollwertige Küche mit Induktionskochfeld, großem Kühlschrank mit Gefrierabteil, Mikrowelle, Toaster und allem Zubehör, was man zur Selbstverpflegung braucht. In dem Nakumatt Ukay Supermarkt direkt gegenüber und mit stärker europäisch geprägtem Angebot dem Carrefour im Sarit Center kann man alle Lebensmittel sofort beschaffen. In dieser Küche gebe ich meinen kenianischen Freunden immer wieder gerne einen kleinen Einblick in die deutsche Küche.

Der Wohnbereich ist mit einer modernen, hochwertigen Sitzlandschaft und einem großen Flachbildschirm ausgestattet. Das WLAN ist performant und stabil.

Es gibt viel Platz in den Schränken und sehr bequeme Betten. Das Bad ist modern und was selbst in Nairobi nicht selbstverständlich ist: Warmes Wasser ist immer gleichmäßig verfügbar.

Erwähnenswert: Das besondere Frühstück

Im Zimmerpreis ist das Frühstück bereits enthalten. Dieses besteht hier nicht aus einem Frühstücksbuffet, sondern die Speisen wie Eier in allen Varianten, Bohnen, Speck, Tomaten etc. werden frisch zubereitet. Natürlich sind auch Cerealien, Müsli, Obstsalat oder ein morgendliches Croissant im Angebot. Cappucino, Espresso und Latte Macchiato können mit jedem italienischen Restaurant mithalten. Das gewährleistet einen richtig guten Start in den Tag.

Fazit

Kurz: Das Nelson’s Court Hotel ist meine bevorzugte Unterkunft, wenn ich in Nairobi bin. Ich komme immer wieder sehr gerne hierher.