Kenia Info: Nairobi Railway Museum

Nairobi Railway Museum
Nairobi Railway Museum

Railway Museum in Nairobi

Als Anfang der 70er Jahre die alten Dampflokomotiven durch Dieselloks ersetzt wurden, hat man einen Teil des Bestands in ein Museum in Nairobi überführt. Das Railway Museum liegt nahe dem Bahnhof, aber etwas versteckt über eine verwinkelte Nebenstraße zu erreichen. Von der Schranke sollte man sich nicht abhalten lassen und auch das Tor danach kann man mit dem Auto oder als Fußgänger problemlos passieren, wenn man angibt, zum Museum zu wollen. Man geht eine lange Mauer entlang, die kunstvoll mit Graffiti dekoriert wurde.

Öffnungszeiten

Das Museum ist täglich von 8:45 Uhr bis 16:45 Uhr geöffnet, auch an den meisten Feiertagen. Der Eintritt beträgt 600 KES für Touristen.

Das Museumsgebäude

Das Museum besteht aus einer Außenanlage und einem Museumsgebäude.

Im Museumsgebäude sind viele Fotos und kleinere Ausstellungsstücke zu sehen, die die Zeit der Erschließung Kenias durch die Briten dokumentieren. Nicht nur die Erwähnung der Angriffe zweier Löwen auf die Eisenbahnbauer macht deutlich, welch großes Abenteuer damals der Bau dieser Eisenbahnlinie durch ein noch weitgehend unerschlossenes Land war. Damals war Nairobi nichts anderes als eine von den Briten erbaute Eisenbahnstation in der Mitte zwischen Mombasa und Kisumu, wo die Bahn am 19. Dezember 1901 erstmals ankam.

Das Freigelände

Im Freigelände fällt der Blick zuerst auf die Lok 327. Eine solche Lok muss damals den Zug gezogen haben, mit dem Karen Blixen nach Nairobi kam. Im Film Out of Africa von 1985 wurde allerdings dann geschichtsknitternd die tansanische Lok 301 gezeigt, die damals noch fahrbereit war.

Ein Blick in die Personenwaggons offenbart dann, dass die 1.000 km lange Reise mit Tempo 30 von Mombasa nach Kisumu auch in der ersten Klasse kein wirklicher Erholungsurlaub war. Und im Bild zu sehen ist die erste Klasse, nicht die Holzklasse.

Leider sieht man allen Ausstellungsstücken sehr deutlich an, dass sie dringend einen Restaurator benötigen.

Es sind dann auch die Lokomotiven der späteren Jahre zu sehen, die bis in die 70er hinein die 2.000 m Höhenunterschied und täglich bewältigten. Es gibt nicht viele Gelegenheiten, bei denen Liebhaber alter Dampflokomotiven eine so breite Vielfalt erleben können. Und wenn man vor den riesigen Maschinen steht, kann man sich gut vorstellen, wie es war, als sie noch fuhren.