Kenia Info: Ugali

Ugali

Ugali

Ugali war ursprünglich ein Ostafrikanisches Gericht aus Hirse, einer anspruchslosen, kleinkörnigen Getreideart. Mit dem von den Briten dann ins Land gebrachten Mais kann man auf den Feldern einen deutlich höheren Ertrag erwirtschaften. Das verdrängte die Hirse weitestgehend und die traditionellen Gerichte werden seither aus Mais hergestellt.

Maisanbau

Mais kann man im regenreichen Westen Kenias zweimal jährlich anbauen und dabei sehr gute Ernten erzielen. Es werden die getrockneten Maiskörner der vorherigen Ernte gepflanzt. Danach wird drei mal mit zeitlichem Abstand Unkraut gejätet, damit andere Pflanzen dem Mais nicht Licht und Nährstoffe rauben. Nach gut 3 Monaten erreicht der Maiskolben seine endgültige Größe. Man kann ihn dann bereits ernten und sofort zubereiten. Um den Mais haltbar zu machen, wird er jedoch noch eine Weile an der Pflanze belassen, um zu trocknen.

Mais-Verarbeitung

Nach der Ernte werden die Maiskörner in mühevoller Handarbeit vom Kolben getrennt und erneut getrocknet. Schließlich bringen die Farmer ihre Ernte zu einer Mühle, wie sie jedes kleine Dorf mindestens einmal hat. Der Müller bekommt einen kleinen Anteil am Endprodukt dafür, dass er seine Maschinen zur Verfügung stellt. Das Maismehl deckt dann den Eigenbedarf des Farmers. Überschüsse werden in Körnerform, also nicht als Mehl, für 3.000 KES pro 90kg Sack an Großhändler verkauft.

Nach dem Mahlen haben wir dann das Maismehl, das Ausgangsprodukt für Ugali.

Ugali Rezept:

  • Maismehl
  • Wasser

Wasser zum Kochen bringen und das Maismehl einrühren.

Man beachte, dass hier nichts abgewogen wird. So lange Maismehl hinzu geben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Gekocht wird hier übrigens auf einem Jiko, einem kenianischen Holzkohleofen, der entwickelt wurde, um die Plünderung der Wälder zur Feuerholzgewinnung zu reduzieren.

Die Kochzeit von rund 10 Minuten wurde durch schnellen Filmvorlauf im Video deutlich reduziert. Wer sich dabei einmal selbst versucht, wird feststellen, dass das ständige Umrühren wirklich harte Arbeit ist. Ungeübten Köchen drohen Muskelkater und Sehnenscheidenentzündung. Also Vorsicht bei der Nachahmung.

Die typische Kugelform des Ugali wird im Topf mit dem Rührlöffel herbeigeführt.

Na dann, Guten Appetit!

Ugali Nachkochen

Wer das daheim nach kochen möchte, bekommt das Maismehl im Supermarkt. Dann ist es zumeist mit Vitaminen und Mineralien angereichert. Das im Nakumatt erhältliche Paket hat eine Kochanleitung auf der Rückseite.

Kleiner Tipp dazu von mir: Für den europäischen Gaumen schmeckt es besser, wenn man etwas Salz in das kochende Wasser gibt.

Auf einem modernen Induktionskochfeld kocht das Wasser zwar deutlich schneller, die eigentliche Kochzeit ist dann aber unverändert.

Viel Spaß beim Nachkochen!

 

Smartphone-Nutzung in Kenia

Smartphone-Nutzung in Kenia
Smartphone-Nutzung in Kenia

Smartphone-Nutzung in Kenia

Wer in Kenia mit dem Smartphone im Internet surfen will und dazu seinen heimischen Vertrag nutzt, für den kann der Urlaub durch das so genannte Roaming ganz empfindliche Zusatzkosten bescheren. Mal eben die neuesten Fotos von der Safari in Facebook posten kann schnell mal 150 Mbyte Volumen beanspruchen. Für Telekom-Vertragskunden im Tarif All Inclusive oder Prepaid-Kunden bedeutet das mal eben mehr als 20€ extra – pro Tag. Bei den Telekom-Konkurrenten sieht das nicht viel anders aus.

SIM des lokalen Netzbetreibers

Aber das muss nicht sein. Bereits am Flughafen findet man die Shops der Mobilfunkanbieter. In Kenia sind vor allem Airtel, Telkom und Safaricom aktiv. Nur diese drei haben eine wirklich gute Netzabdeckung. Ich setze dabei seit Jahren auf Safaricom. Man kauft am Flughafen unter Vorlage des Reisepasses eine Prepaid SIM-Card, zahlt darauf einige Schilling Guthaben ein und bucht dann bei Bedarf den passenden Tarif.

Einrichten ganz einfach

Ich nutze zumeist die Daily Bundles mit 150 Mbyte Transfervolumen. Das ist für Google Maps, eine großartige Hilfe bei der Orientierung, für whatsapp, facebook und Emails eigentlich völlig ausreichend. Dazu wähle ich *544# und folge dann den Anweisungen im Menü, also 5 – 1 – 1 – 1. Anschließend bekomme ich eine Bestätigung per SMS aufs Handy.

Smartphone-Nutzung ohne Reue

Nun kann man auch sehr preiswert in Kenia telefonieren, beispielsweise bei uber einen Wagen buchen oder den Tisch für den Abend im Restaurant reservieren. Innerhalb Kenias ist das vor allem dann spottbillig, wenn der Angerufene ebenfalls Safaricom-Kunde ist. Natürlich nach Deutschland dann nicht ein normales Telefonat führen, sondern whatsapp nutzen. So vermeidet man böse Überraschungen beim Öffnen der Telefonrechnung nach dem Urlaub in Kenia.

 

Kenia Info: Nairobi Railway Museum

Nairobi Railway Museum
Nairobi Railway Museum

Railway Museum in Nairobi

Als Anfang der 70er Jahre die alten Dampflokomotiven durch Dieselloks ersetzt wurden, hat man einen Teil des Bestands in ein Museum in Nairobi überführt. Das Railway Museum liegt nahe dem Bahnhof, aber etwas versteckt über eine verwinkelte Nebenstraße zu erreichen. Von der Schranke sollte man sich nicht abhalten lassen und auch das Tor danach kann man mit dem Auto oder als Fußgänger problemlos passieren, wenn man angibt, zum Museum zu wollen. Man geht eine lange Mauer entlang, die kunstvoll mit Graffiti dekoriert wurde.

Öffnungszeiten

Das Museum ist täglich von 8:45 Uhr bis 16:45 Uhr geöffnet, auch an den meisten Feiertagen. Der Eintritt beträgt 600 KES für Touristen.

Das Museumsgebäude

Das Museum besteht aus einer Außenanlage und einem Museumsgebäude.

Im Museumsgebäude sind viele Fotos und kleinere Ausstellungsstücke zu sehen, die die Zeit der Erschließung Kenias durch die Briten dokumentieren. Nicht nur die Erwähnung der Angriffe zweier Löwen auf die Eisenbahnbauer macht deutlich, welch großes Abenteuer damals der Bau dieser Eisenbahnlinie durch ein noch weitgehend unerschlossenes Land war. Damals war Nairobi nichts anderes als eine von den Briten erbaute Eisenbahnstation in der Mitte zwischen Mombasa und Kisumu, wo die Bahn am 19. Dezember 1901 erstmals ankam.

Das Freigelände

Im Freigelände fällt der Blick zuerst auf die Lok 327. Eine solche Lok muss damals den Zug gezogen haben, mit dem Karen Blixen nach Nairobi kam. Im Film Out of Africa von 1985 wurde allerdings dann geschichtsknitternd die tansanische Lok 301 gezeigt, die damals noch fahrbereit war.

Ein Blick in die Personenwaggons offenbart dann, dass die 1.000 km lange Reise mit Tempo 30 von Mombasa nach Kisumu auch in der ersten Klasse kein wirklicher Erholungsurlaub war. Und im Bild zu sehen ist die erste Klasse, nicht die Holzklasse.

Leider sieht man allen Ausstellungsstücken sehr deutlich an, dass sie dringend einen Restaurator benötigen.

Es sind dann auch die Lokomotiven der späteren Jahre zu sehen, die bis in die 70er hinein die 2.000 m Höhenunterschied und täglich bewältigten. Es gibt nicht viele Gelegenheiten, bei denen Liebhaber alter Dampflokomotiven eine so breite Vielfalt erleben können. Und wenn man vor den riesigen Maschinen steht, kann man sich gut vorstellen, wie es war, als sie noch fuhren.

Kenia Info: Kisuaheli

Kisuaheli
Kisuaheli

Kisuaheli

Hallo! Willkommen bei Kenia Info! Heute möchte ich Ihnen meine Sprache Kisuaheli vorstellen.

Das war Kisuaheli. Wenn man nach Ostafrika in Urlaub fliegt, sollte man die dortige Sprache zumindest einmal gehört haben. Und vielleicht bleiben ja ein paar Worte hängen.

Die typische Begrüßung in Kenia ist Hujambo, woraufhin der andere dann Sijambo antwortet. Für Wazungu, also uns Europäer, hat sich das dann zu einem schlichten Jambo vereinfacht. Hier eine ganz typische Konversation auf Swahili.

Jamobo! – Jambo!
Hallo! – Hallo!

Ninaitwa Kister. Wawe unaitwaje nani?
Mein Name ist Kister. Wie heißt Du?

Ninaitwa Peter.
Mein Name ist Peter.

Unaunginza Kiswahili?
Sprichst Du Kisuaheli?

Kidogo tu
Ein Wenig

Ninatokea Vihiga. Wewe unatokea wapi?
Ich komme aus Vihiga. Woher kommst Du?

Ninatokea ujerumani. Nipo hapa kwa matembezi.
Ich komme aus Deutschland. Ich bin Tourist.

Kuaheri! Nimefuhari kukutana ma wewe.
Tschüß. Ich freue mich, Dich kennen gelernt zu haben.

Kuaheri pia! Nimefurahi kukutana ma wewe.
Auch tschüß! Ich freue mich, Dich kennen gelernt zu haben.


Noch etwas Typisches bei Freunden oder im Restaurant:

Utapenda kunywa nini? Was möchtest Du trinken?

Nitakunywa soda ya coca cola. Ich trinke Coca Cola.

Usifungue tafadhali. Bitte ungeöffnet.

Nichts bringt das Lebensgefühl des typischen Kenia-Touristen besser zum Ausdruck als dieses Lied: Jambo Bwana von The Mushrooms

Worauf warten Sie noch? Wir sehen uns in Kenia!

Kenia Info: Kenia Virus

Kenia Virus
Kenia Virus

Das Kenia Virus

Das Kenia Virus ist ein im Blut nicht nachweisbarer Erreger, der regelmäßig Touristen befällt, die das ostafrikanische Land bereisen. Erste Symptome treten bereits auf der Rückreise nach Deutschland auf und äußern sich in tiefer Sehnsucht nach einem weiteren Urlaub. Fast unweigerlich werden vom Virus befallene Personen nach Kenia zurück kehren – zumeist viele Male.

Bild: Wenn Du einmal afrikanischen Boden betreten hast, kannst du den Staub nie mehr von Deinen Sandalen schütteln.

Übertragung und Bekämpfung

Es gibt einige ganz typische Infektionsorte in Kenia. Dazu gehören die Küste Kenias, aber auch einige Nationalparks. Im Bild werden einige der bekannten Orte gezeigt, nach deren Besuch von einer Infektion berichtet wurde. Die genauen Infektionswege sind den Wissenschaftlern allerdings noch unbekannt. Man vermutet eine Übertragung durch die Luft. Aktuell gibt es keinen bekannten Impfstoff gegen das Kenia Virus. Das wirksamste Gegenmittel zur Bekämpfung der Symptome ist das Buchen einer weiteren Kenia-Reise. Allerdings besteht dabei die Gefahr einer erneuten Infektion.

Kenia Info: Affen der Südküste

Affen der Südküste
Affen der Südküste

Die Affen der Südküste

Überall entlang der Südküste Kenias findet man Primaten. In den Hotelanlagen sind das ganz überwiegend Weißkehlmeerkatzen mit dem wissenschaftlichen Namen Cercopithecus. Obwohl diese Affen eigentlich in Gruppen von 15 bis 40 Tieren leben, sieht man sie zumeist einzeln durch die Anlagen streunen, immer auf der Suche nach etwas Essbaren. Ihr Futter besteht vorwiegend aus Früchten, Blättern, Gras, Blüten, Borke, Samen, Baumsäften und Kleintieren. Sie finden auch in der dicht von Menschen besiedelten Küstenregion genügend zu fressen und sollten keinesfalls gefüttert werden.

Nicht füttern!

Doch genau das passiert leider viel zu oft und ist für diese Tiere gar nicht gesund. Unproblematisch ist es, wenn eine Meerkatze sich eine leere Bananenschale aus dem Papierkorb angelt und diese ausleckt. Ihr jedoch ganze Bananen oder andere Früchte aus dem all-inclusive Angebot des Hotels zu geben ist definitiv nicht gut.

Affen ohne Scheu

Die Affen haben ihre Scheu vor dem Menschen verloren. Keinesfalls sollte man auf sie zugehen, um sie zu streicheln. Ein Affenbiss kann sehr schmerzhaft sein und sich infizieren. Am besten betrachtet man diese Meerkatzen aus etwas Distanz.

Dabei sind die Tiere richtig frech und nutzen jede Gelegenheit, sich etwas Essbares zu stehlen. Eine offen stehende Tür reicht bereits als Gelegenheit. Offensichtlich scheint dieser Meerkatze der Kaffeeweisser zu schmecken. In einem solchen Falle nicht auf die Tiere zugehen oder diese gar in die Enge treiben. Lautes Anbrüllen verjagt sie in der Regel sehr erfolgreich. Sie lassen dann ihre Beute oft fallen und fliehen.

Colobus Conservation

Um Konflikte mit dem Straßenverkehr zu vermeiden, wurden zahlreiche Affenbrücken über die Straße am Diani Beach gebaut. Diese werden offensichtlich nicht nur von den Affen gerne angenommen. Daneben gibt es auch noch die Colobus, schwarz-weiße Stummelaffen. Wer die Arbeit der Colobus-Station mit seiner Eintrittsgebühr fördern möchte, kann sie einmal besuchen. Jedes Tuk Tuk findet den Weg.

Fazit

Es ist sehr schön, dass an der Südküste ein akzeptables Nebeneinander von Natur und Mensch gefunden wurde. Wenn man dabei nicht vergisst, dass es weiterhin wilde Tiere sind und etwas Respekt und Abstand wahrt, bieten diese Tiere immer wieder Gelegenheit für nette Schnappschüsse.

Hinweis

Zwei kurze, eingebundene Videoclips mit freundlicher Genehmigung der Colobus Conservation.

Kenia Info: Visa für Kenia

Visa für Kenia
Visa für Kenia

Visa Bestimmungen

Sie haben einen deutschen Reisepass? Herzlichen Glückwunsch! Sie dürfen in 177 Länder dieser Welt ohne Visa einreisen. Das ist Weltrekord. Allerdings gehört ausgerechnet Kenia nicht dazu. Ausgenommen von der Visumspflicht sind lediglich Kinder unter 16 Jahren.

Wer darf einreisen?

Nach Kenia einreisen dürfen deutsche Staatsangehörige nur mit einem Visum für Kenia oder den Ostafrikanischen Raum. Zusätzlich wird ein Reisepass benötigt, der am Tag der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist und noch über mindestens 1 komplett leere Seite für Sichtvermerke verfügt.

Beantragung

Den Visumsantrag kann man schnell, einfach und völlig problemlos bei der Einreise am Flughafen in Kenia ausfüllen. Dazu sollten Sie einen Stift und 40€ passend dabei haben sowie zusätzlich zu den Angaben aus dem Reisepass die folgenden Informationen zur Hand haben:

  • Aufenthaltsadresse in Kenia
    Hier genügt die Angabe des zuerst oder überwiegend zum Aufenthalt genutzten Hotels. Die Angabe jeder Lodge einer Safari ist nicht notwendig.
  • Kontaktdaten von Personen, die man in Kenia besuchen möchte
    Hier tragen Sie am besten die Telefonnummer oder Email Adresse Ihres Hotels ein, es sei denn Sie besuchen tatsächlich Freunde in Kenia.
  • Zeiten früherer Kenia-Besuche (Datum, Dauer)

Gebühren

Notfalls kann man am Flughafen 50 USD am Automaten ziehen, falls man die 40€ nicht passend dabei haben sollte. Wegen der Gebühren dieses besonderen Geldautomaten, ist das aber für den Regelfall nicht zu empfehlen.

Impfpass

Wer nicht direkt aus Deutschland anreist, sondern über ein Drittland, beispielsweise Äthiopien, wird am Flughafen in Kenia nach einer Gelbfieberimpfung gefragt. Diese muss im gelben Impfausweis eingetragen sein, wenn bei dem Zwischenstopp der Transitbereich verlassen wurde. Bei nur 2 Stunden Aufenthalt ist das jedoch keine zwingende Anforderung. Andere Impfungen werden momentan nicht gefordert. Jedoch sollte man vor jeder Kenia-Reise den Tetanus-Schutz prüfen und je nach Zielgebiet in Kenia ist auch eine Hepatitis-Impfung zu empfehlen.

Nicht empfohlen: Visa – Dienstleister

Das Visum kann man auch von entsprechenden Dienstleistern bekommen, was ich für unnötige Mehrausgaben halte. Auch Portale von Drittanbietern, wie etwa www.kenya-evisa-online.com sollten gemieden werden. Sie kosten einfach nur mehr, ohne zusätzlichen Nutzen zu bringen.

echte Alternative: Online-Beantragung bei ecitizen

Allerdings kann man für 51 USD das Visum auf dem offiziellen Portal der Kenianischen Immigrationsbehörde beantragen. Dieses ist zu finden unter https://www.ecitizen.go.ke/. In diesem Falle benötigt man zusätzlich eine Email-Adresse, eine Kreditkarte, ein gescanntes Foto des Reisepasses und ein gescanntes Passbild (500×500 Pixel). Englische Grundkenntnisse werden vorausgesetzt. Zuerst legen Sie auf dem Portal einen Account an. Bitte suchen Sie Deutschland in der Liste der Staaten nicht unter D. Germany beginnt mit G. Das Ausfüllen des Formulars am Bildschirm ist weitestgehend selbst erklärend. Beachten Sie, dass man im englischsprachigen Raum zuerst den Monat, dann den Tag angibt. Man sollte darauf achten, dass die beiden Bilder keine zu großen Dateien sind, da es sonst zu sehr merkwürdigen Fehlern der Seite kommen kann. Nun dauert es etwas bis der Antrag bearbeitet wurde. Leider gibt es keine Email-Bestätigung. Man muss das stets selbst auf der Plattform checken. Dort kann man die Bestätigung dann zumeist wenige Tage später finden, lädt sie als PDF herunter und druckt sie aus. Diesen Ausdruck sollten Sie dann bei der Einreise dabei haben und mit Ihrem Reisepass vorlegen.

Fazit

Kurz: Für Kenia benötigt man zwar ein Visum, dieses ist aber problemlos bei der Einreise zu bekommen. Man sollte sich dadurch nicht irritieren lassen. Viel Spaß in Kenia!

Kenia Info: Plastiktüten-Verbot in Kenia

Plastiktüten-Verbot in Kenia
Plastiktüten-Verbot in Kenia

Kenia Info: Plastiktüten – Verbot in Kenia

„Es gab nichts, was wir nicht versucht hatten“, sagt Prof. Geoffrey Wahungu, Leiter der NEMA, der Kenianischen Umweltbehörde. Die Zahl der Plastiktüten je Kunde limitieren, freiwillige Selbstbeschränkungen der Supermarktketten, Erhöhung des Preises je Tüte. Nichts hat auch nur im Ansatz funktioniert. Deshalb folgt Kenia seit dem 28. August 2017 dem Beispiel Ruandas und hat das wohl härteste Plastiktüten-Verbot der Welt verhangen.

Hohe Strafen

Bei Nutzung einer Plastiktüte drohen bis zu vier Jahre Haft oder bis zu umgerechnet 32.500 Euro Strafe. Prof. Geoffrey Wahungu zieht nach 6 Monaten eine positive Bilanz. Man habe handeln müssen. Überall gab es Plastiktüten. Unbebaute Grundstücke in den Städten wurden als wilde Müllkippen genutzt und beim nächsten Sturm landeten die Plastiktüten dann überall. Acht von zehn geschlachteten Kühen hatten Plastiktüten im Darm, sagt Nancy Kinyaanzwa, Sprecherin der staatlichen Kenya Meat Commission. Beim Weiden fressen die Tiere oftmals Plastiktüten. Heute finde man nur noch in jeder fünften Kuh eine Plastiktüte.

Erfolg

Wir haben die erste Phase des Krieges gewonnen, sagt Ayub Macharia, Leiter der Abteilung für Umweltbildung und -bewusstsein im Kenianischen Umweltministerium.

Touristen

Angesichts der drakonischen Strafen, zeigen sich erste Kenia-Touristen irritiert. Dabei sollte es gerade im Interesse der Touristen liegen, dass Strände in Kenia nicht so aussehen. Natürlich nutzten viele Plastiktüten, um beispielsweise die für die Safari benötigte Kleidung im Koffer von der Strandkleidung mit einem Griff separieren zu können oder schmutzige Wäsche dort zu sammeln. Aber das kann man noch besser mit Stofftaschen. Und wenn man die dann sogar vor Ort kauft, hilft man auch noch den Menschen dort. Wir alle sollten das Plastiktütenverbot respektieren. Nicht wegen der möglichen Strafen, sondern unserer Umwelt zuliebe.

Kenia Info: Bargeld in Kenia

Bargeld in Kenia: Schilling
Bargeld in Kenia

Bargeld in Kenia

Mit was bezahle ich eigentlich in Kenia? Natürlich mit Bargeld, dem Kenianischen Schilling, abgekürzt KES oder KSH. Man bezahlt nicht in Dollar oder Euro – außer vielleicht das Hotel oder den Safari-Anbieter. Aber dann sollte auch klar sein, dass man Preise bekommt, die dem Tourismus angepasst sind und nicht dem lokalen Preisniveau Kenias entsprechen. Außer beim Eintritt in Nationalparks, der von Touristen zwingend in Dollar erhoben und ggf. in Schilling umgerechnet wird, sollten Sie immer in Schilling zahlen. Kenia hat eine in beiden Richtungen frei konvertierbare Währung. Deshalb sind Reiseschecks nicht gebräuchlich.

Umrechnungskurs

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Videos waren 120 Kenianische Schilling ungefähr 1 Euro. Das schwankt täglich und bislang verliert der Schilling jährlich etwa 4% gegenüber dem Euro. Bezogen auf den nächsten Urlaub kann man den Schilling also als relativ stabil ansehen. Ich vereinfache mir die Umrechnung, indem ich den Schilling immer dem Euro-Cent gleichsetze. Also 1 Euro = 100 Cent, ungefähr 100 Schilling. Das ist zwar ein fetter 20% Rechenfehler, aber im täglichen Umgang mit dem Geld hat man so zumindest das richtige Größenordnungsgefühl für den Preis einer Ware oder Dienstleistung.

Bargeld – Stückelung

Die in Kenia bei Touristen vorherrschende Note ist der 1.000 Schilling Schein. Es ist der größte Schein Kenias. Jeder Schein hat also den Gegenwert von ungefähr 8,30 Euro, oder mit obiger Vereinfachung 10€. Am Geldautomaten bekommt man davon maximal 40 Stück. Das ist dann schon ein ganz nettes Bündel, mit einem Wert von in Summe 333€. Daneben sind auch Scheine mit 50 KES, 100 KES, 200 KES und 500 KES gängig. Zusätzlich gibt es auch Münzen für alle kleineren Beträge. Für diese gab es zwar mal Scheine, sie sind aber nicht mehr gebräuchlich.

Und wie bekomme ich meine Schilling?

Eines vorweg: keinesfalls in Deutschland tauschen! Die erste Gelegenheit ist der Geldautomat am Flughafen nach dem Passieren des Zolls. Die Automaten davor sind nur gedacht, um im Bedarfsfalle die Visagebühren dort ziehen zu können. Deren Gebühr macht die Nutzung für andere Zwecke unattraktiv. Der Geldautomat in der Vorhalle ist hingegen eine sehr gute Möglichkeit, auch preislich gesehen, mit der Kreditkarte den Barmittelbedarf zu decken. Viele Automaten erlauben gebührenfreies Abheben und mit der Kreditkarte bekommt man einen sehr guten Umrechnungskurs. Niemals die Option Umrechnung in Landeswährung am Automaten wählen, da dann ein sehr schlechter Umrechnungskurs zu Grunde gelegt wird. Ihre Bank kann das besser. Allgemein ist die Akzeptanz von VISA geringfügig besser als Master Card, aber mit beiden findet man problemlos passende Automaten, ebenso in den großen Städten wie in den touristischen Schwerpunkten. Alternativ gibt es am Flughafen auch einen Schalter zum Wechseln von Bargeld. Der Kurs am Flughafen ist jedoch nicht der Beste. In Forex Büros großer Städte bekommt man einen weitaus besseren Umrechnungskurs für Bargeld. Natürlich tauschen auch Hotels, aber die machen das auch nicht ohne satten Profit beim Umtauschkurs.

Geld aufbewahren

Hotelzimmer der touristischen Kategorien haben eigentlich immer einen Safe, den man auch nutzen sollte. Ich führe in Kenia immer nur wirklich benötigte Summen mit mir. Das reduziert das Verlustrisiko. Und ich nutze in Kenia kein Portemonnaie aus der Hosentasche sondern einen Brustbeutel. Darin ist auch mein Reisepass und ggf. mein internationaler Führerschein.

Falschgeld

Nicht nur in Europa gibt es Falschgeld. Seit Langem gibt es in Kenia falsche 1.000 KSH Noten. In jüngster Zeit häufen sich Fälle gefälschter 500 KSH Noten. Lässt man sich diese andrehen und versucht mit diesen zu bezahlen, kann dies sehr erheblichen Ärger verursachen. Verstärkte Aufmerksamkeit ist also dringend empfohlen. Im Bild einmal einen echten und einen falschen Schein im Vergleich . Auf dem echten Schein ist oben links groß als Wasserzeichen ein Löwenkopf zu sehen. Auf dem falschen Schein nicht. Die einzig legale Weise, sich eines erhaltenen gefälschten Scheines zu entledigen ist die Abgabe bei der Polizei. Keinesfalls sollte man versuchen, damit einfach jemand anderen über’s Ohr zu hauen – nicht einmal als Trinkgeld. Das unbeobachtete Vernichten des Scheins verursacht zwar weniger Mühe als der Besuch des Polizeireviers, ist formal aber illegales vernichten von Beweismitteln. Die erste Frage der Polizei wird immer sein, wo man den Schein her habe. Es liegt in der Natur der Sache, dass man das dann oft nicht mehr verlässlich weiß.

Fazit

Kurz: In Bezug auf Bargeld ist Kenia nicht anders als Deutschland. Die Scheine sehen etwas anders aus. Der Schilling entspricht ungefähr dem Cent. Der größte Schein hat 1.000 KES. Und Sie bekommen Ihr Geld mit der Kreditkarte am Automaten.