Kenia Info: Affen der Südküste

Affen der Südküste
Affen der Südküste

Die Affen der Südküste

Überall entlang der Südküste Kenias findet man Primaten. In den Hotelanlagen sind das ganz überwiegend Weißkehlmeerkatzen mit dem wissenschaftlichen Namen Cercopithecus. Obwohl diese Affen eigentlich in Gruppen von 15 bis 40 Tieren leben, sieht man sie zumeist einzeln durch die Anlagen streunen, immer auf der Suche nach etwas Essbaren. Ihr Futter besteht vorwiegend aus Früchten, Blättern, Gras, Blüten, Borke, Samen, Baumsäften und Kleintieren. Sie finden auch in der dicht von Menschen besiedelten Küstenregion genügend zu fressen und sollten keinesfalls gefüttert werden.

Nicht füttern!

Doch genau das passiert leider viel zu oft und ist für diese Tiere gar nicht gesund. Unproblematisch ist es, wenn eine Meerkatze sich eine leere Bananenschale aus dem Papierkorb angelt und diese ausleckt. Ihr jedoch ganze Bananen oder andere Früchte aus dem all-inclusive Angebot des Hotels zu geben ist definitiv nicht gut.

Affen ohne Scheu

Die Affen haben ihre Scheu vor dem Menschen verloren. Keinesfalls sollte man auf sie zugehen, um sie zu streicheln. Ein Affenbiss kann sehr schmerzhaft sein und sich infizieren. Am besten betrachtet man diese Meerkatzen aus etwas Distanz.

Dabei sind die Tiere richtig frech und nutzen jede Gelegenheit, sich etwas Essbares zu stehlen. Eine offen stehende Tür reicht bereits als Gelegenheit. Offensichtlich scheint dieser Meerkatze der Kaffeeweisser zu schmecken. In einem solchen Falle nicht auf die Tiere zugehen oder diese gar in die Enge treiben. Lautes Anbrüllen verjagt sie in der Regel sehr erfolgreich. Sie lassen dann ihre Beute oft fallen und fliehen.

Colobus Conservation

Um Konflikte mit dem Straßenverkehr zu vermeiden, wurden zahlreiche Affenbrücken über die Straße am Diani Beach gebaut. Diese werden offensichtlich nicht nur von den Affen gerne angenommen. Daneben gibt es auch noch die Colobus, schwarz-weiße Stummelaffen. Wer die Arbeit der Colobus-Station mit seiner Eintrittsgebühr fördern möchte, kann sie einmal besuchen. Jedes Tuk Tuk findet den Weg.

Fazit

Es ist sehr schön, dass an der Südküste ein akzeptables Nebeneinander von Natur und Mensch gefunden wurde. Wenn man dabei nicht vergisst, dass es weiterhin wilde Tiere sind und etwas Respekt und Abstand wahrt, bieten diese Tiere immer wieder Gelegenheit für nette Schnappschüsse.

Hinweis

Zwei kurze, eingebundene Videoclips mit freundlicher Genehmigung der Colobus Conservation.