The Ark im Aberdare Nationalpark, Kenia

The Ark im Aberdere Nationalpark, Kenia
The Ark im Aberdere Nationalpark, Kenia

The Ark Hotel im Aberdare National Park

Wenn es darum geht, die vielen sehr verschiedenen Gesichter Kenias zu zeigen, gehört der Aberdare Nationalpark dazu. Er liegt im Hochland Zentral-Kenias auf über 2.000 m Höhe, 3 Stunden Autofahrt nördlich von Nairobi, fast genau auf dem Äquator.

Mitten im Park gelegen ist das Ark Hotel, eine sehr schöne Berglodge. Man fährt zuerst in den Aberdare Country Club für ein Mittagessen, lässt hier das meiste Gepäck zurück und nimmt dann nur das Nötigste mit in den Hotelbus. Eigentlich sind es von hier nur 30 Minuten Fahrzeit bis zum Ark Hotel im Nationalpark, aber die atemberaubende Gegend und die Sichtung vieler Tiere lässt den Fahrer die Fahrt immer wieder unterbrechen. Die Landschaft ist die eigentliche Attraktion dieses Parks.

Das wie eine Arche geformte Hotel liegt an einem kleinen See nebst salzhaltiger Schlammsuhle. Die Tiere kommen hierher wegen des Wassers und der Mineralien. Das 4-Sterne Haus macht sofort einen guten Eindruck. Viel wichtiger ist jedoch, dass man vom Zimmer, vom Restaurant und von der Terrasse jede Menge Tiere zu sehen bekommt. Gemütlich bei einem Tusker und Chips auf der Außenterrasse sitzend, sieht man beispielsweise den Elefanten beim Baden zu. Und wer lieber drinnen sitzt, kann dies mit der selben großartigen Aussicht von zwei verglasten Etagen aus. Immer wieder tut sich etwas vor dem Haus. Freundliche Guides erklären alles ganz genau, beispielsweise bei der abendlichen Vogelfütterung. Zu sehen gibt es vor allem Elefanten und Büffel, gelegentlich aber auch Leoparden, Hyänen, Warzenschweine und Wasserböcke.

Wenn der Tag zur Neige geht, erhellen starke Scheinwerfer die Nacht. Man sollte für diese Abendstunden warme Kleidung haben, denn auf dieser Höhe wird es nach Sonnenuntergang rasch sehr frisch – auch im Haus. Natürlich darf man wegen de wilden Tiere da draußen nachts das Haus nicht verlassen.

Um auch nachts keine Tiersichtung zu verpassen, gibt es einen Summer auf dem Zimmer.

Webcam im Ark auch von daheim nutzbar

Einen Eindruck des Ausblicks vermittelt auch die Webcam. Den Link zur Webcam finden Sie unten in der Beschreibung. Hier einmal einige Eindrücke der Webcam bei Nacht und bei Tag.

Wie gefährlich ist eine Safari?

Wie gefährlich ist eine Safari?
Wie gefährlich ist eine Safari?

Wie gefährlich ist eine Safari?

Wenn man das Internet durchforstet, findet man diverse Hinweise auf sehr gefährliche Begegnungen zwischen Mensch und Tier, z. B. bei einer Safari. Einige Videos zu diesem Thema gingen regelrecht viral durch das Netzwerk.

Sehr bekannt ist die Fahrt eines Ehepaares auf einer Straße in Assam, Indien. Ein Nashorn ist auf einer Landstraße und zu Recht haben die Autofahrer größten Respekt davor. Immer wieder setzt das Nashorn an, um sich mit den Autos zu messen. Die Autofahrer tun gut daran, rechtzeitig zu wenden. Einer schafft es sogar ganz verwegen, an dem Nashorn vorbei zu ziehen. Schließlich dreht das Nashorn ab. Es ist nichts passiert. Aber das hätte definitiv anders ausgehen können, wie diese Bilder aus dem Etosha Nationalpark in Namibia zeigen. So ein Nashorn-Angriff ist gar nicht gut für den Lack.

Ein weiteres sehr bekanntes Video zeigt einen Elefanten, der den Verkehr auf einer Straße in Indien zum Erliegen bringt. Dem Fahrer hat jemand eingetrichtert, die Angriffslust des Elefanten nicht noch zu steigern, indem er panikartig flieht. Er meinte, der Elefant würde dann nachsetzen. Das könnte sogar stimmen. Der Elefant ist da in einer ganz merkwürdigen Stimmung, nicht einmal wirklich aggressiv. Nur tröstet das den Fahrer so gar nicht. Das Ausharren in der Nähe des Elefanten ist diesem Auto gar nicht gut bekommen. Gut, dass ich seine Werkstattrechnung nie gesehen habe.

Die nächsten Aufnahmen stammen aus dem Gir-Nationalpark, dem einzigen Ort, an dem es in Indien noch Löwen gibt. Und der hält das Auto wohl für einen Büffel, den er jagen will.

Zu wenig Lebensraum stresst die Tiere

Es ist allerdings kein Zufall, dass die allermeisten Beispiele solcher Videos aus Indien stammen. Der Pharmakologe Dr. Juan Carlos Leza hat gemeinsam mit Zoologen in Studien nachgewiesen, dass Stress die Tiere aggressiver macht und zu Verhaltensweisen führt, die sie sonst nie zeigen würden. Zu viele Menschen in ihrem Lebensbereich ohne ausreichenden Rückzugsraum verursacht solchen Stress. Die dabei ausgeschütteten Botenstoffe entsprechen solchen wie bei Rivalenkämpfen. Der Stresslevel ist mithin der selbe. Wenn wie in Indien in einem Nationalpark mehr als 400.000 Menschen leben, so steigt dadurch das Risiko für Konflikte zwischen Mensch und Tier nicht nur, weil diese sich so auch häufiger begegnen. Die Tiere sind durch die Eingriffe in ihren Lebensraum bereits in ihrer Grundstimmung gereizt und reagieren deshalb nicht mit dem sonst üblichen Ausweichen. In Kenia gibt es glücklicherweise noch zahlreiche Nationalparks mit einem nicht zu dichten Straßennetz. Dadurch haben die Tiere Rückzugsräume und kommen gar nicht erst in solche Stresssituationen. Entweder ignorieren sie den Menschen oder weichen ihm gänzlich aus. Das funktioniert auf Dauer aber nur, wenn alle auf den vorgesehenen Straßen bleiben und den Tieren nicht in ihre Rückzugsgebiete folgen.